Experte verrät, worauf Berufseinsteiger dabei achten müssen
Viele Berufseinsteiger wissen zu Beginn ihrer Karriere noch nicht so recht, wo sie ihr beruflicher Weg hinführen soll. Entsprechend generalistisch verschicken sie Bewerbungen und versuchen zunächst, irgendwo unterzukommen – Hauptsache, sie können erste Berufserfahrungen sammeln. Doch diese Vorgehensweise kann schnell zum Verhängnis werden, denn der erste Arbeitsplatz stellt die Weichen für alle folgenden.
Deshalb sollten Berufsanfänger gerade ihre erste Arbeitsstelle mit großer Sorgfalt auswählen. Vor allem hinsichtlich möglicher Spezialisierungen gilt es, den Arbeitgeber mit dem größten Potenzial für die berufliche Zukunft zu ermitteln. Warum das so wichtig ist und wie Berufseinsteiger interessante Arbeitgeber von sich überzeugen, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Deshalb ist die erste Tätigkeit so relevant für das gesamte Berufsleben
Es gibt mehrere Gründe, warum Berufseinsteiger bei ihren ersten Bewerbungen auf Qualität statt auf Quantität setzen sollten. Das bedeutet, es ist nicht empfehlenswert, sich auf möglichst viele Arbeitsstellen zu bewerben, um unterzukommen; stattdessen sollten die infrage kommenden Jobs die zukünftige Karriere optimal unterstützen. Dafür müssen sich angehende Fachkräfte zunächst positionieren, also sich ihrer Fähigkeiten und beruflichen Wünsche bewusst werden und dann gezielt Bewerbungen für ihre Wunschstelle versenden. Hier gilt schlicht und ergreifend: Klasse statt Masse. Â
Viele Versuche haben Berufseinsteiger dabei nicht. Der erste Schuss sollte also sitzen. Das ist vergleichbar mit Fehlversuchen an der Universität, wobei niemand einen Fehlversuch anstrebt. Die erste Arbeitsstelle sollte ebenso wenig ein Fehlversuch sein, denn sie hat Auswirkungen auf den kompletten weiteren Verlauf in der Arbeitswelt. Ein allzu schneller Wechsel der ersten Arbeitsstelle, im Grunde genommen also ein Fehlschuss, erweckt dabei schnell den Eindruck eines Job Hoppers, also einer Person, die nie lange beim selben Arbeitgeber verweilt. Viele Unternehmer nehmen von solchen Menschen Abstand, weil sie befürchten, dass der Aufwand für die Einarbeitung nicht belohnt wird.Â
Darüber hinaus erlangen Berufseinsteiger an ihrem ersten Arbeitsplatz die Fachexpertise, die sie im späteren Berufsleben für andere Jobs qualifiziert und für neue Unternehmen relevant macht. Des Weiteren legt auch das dort verhandelte Gehalt den Grundstein für sämtliche weitere Gehaltsverhandlungen. Für beide Aspekte gilt: Je höherwertiger der Einstieg in diesen Bereichen ist, desto mehr Entwicklungspotenzial besteht in zukünftigen Jobs.
So überzeugen BerufseinÂsteiger von sich
Sobald ein Berufsanfänger einen Arbeitgeber gefunden hat, für den er gerne arbeiten würde, stellt sich die Frage, wie dieser nun von den eigenen Fähigkeiten überzeugt werden kann. Dafür sind sorgfältig aufbereitete Bewerbungsunterlagen unerlässlich. Diese müssen individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sein, um die ernsten Absichten zu unterstreichen. Gleichzeitig sollten diese Dokumente als Möglichkeit betrachtet werden, für sich selbst zu werben.
Auch das Vorstellungsgespräch kann bereits vorab durchdacht werden. Dafür sollten sich Interessenten zu den häufigsÂten Fragen, die in nahezu jedem Jobinterview gestellt werden, Antworten überlegen. Das schafft Sicherheit und trägt somit zu einem souveränen Auftritt beim Vorstellungsgespräch bei. Eine Frage, auf die Berufseinsteiger beispielsweise vorbereitet sein sollten, betrifft die Aufzählung persönlicher Schwächen.
Zuletzt sollten Berufsanfänger bei der Suche nach einem geeigneten Job auch ungewöhnliche Wege in Betracht ziehen. Dazu gehören zum Beispiel Initiativbewerbungen auf Stellen, die zwar aktuell nicht ausgeschrieben sind, aber dennoch gut zur eigenen Positionierung passen. Wer die verantwortlichen Entscheidungsträger in solchen Unternehmen ungefragt kontaktiert, zeigt ganz besonderes Interesse an der Firma – und hebt sich damit von den meisten Mitbewerbern positiv ab. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um dem Traumjob einen Schritt näherzukommen.
