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Positives Selbstmarketing im Bewerbungsprozess:

Wie hebe ich mich positiv von meinen Mitbewerbern ab?

 

Der Arbeitsmarkt in Deutschland wird immer dynamischer. Es sind viele Stellen ausge­schrieben und die Prognosen für die deutsche Wirtschaft sind weiterhin positiv. Auch bedingt durch den demografischen Wandel suchen viele Unter­nehmen qualifizierte Fachkräfte. Die Menschen sind heute schneller bereit als früher, den Arbeitgeber zu wechseln, um sich neue berufliche Möglichkeiten zu erschließen. Für alle, die sich beruflich neu orientieren wollen oder müssen, ist die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt ein Vorteil, aber auch eine große Herausforderung.

 

Als Bewerber hast du mit einer großen Zahl von Mitbewerbern zu rechnen. Die entscheidende Frage, die sich jeder stellen muss: Wie kann ich mich erfolgreich im Bewerbungsprozess von meinen Mitbewerbern abheben?

 

Der Bewerbungsprozess stellt ein schwieriges Unterfangen dar, denn er ist immer ­subjektiv gefärbt. Die Empfänger deiner Bewerbung sind Einzelpersonen, von denen du als Bewerber oft sehr wenig weißt. Doch es gibt einige Techniken, die dir helfen können, dich als Bewerber von der Masse abzuheben. Diese Techniken des positiven Selbstmarketings möchten wir uns im Folgenden genauer ansehen.

 

Die erste Hürde beim Bewerben ist die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Um zu einem Jobinterview eingeladen zu werden, benötigst du sehr überzeugende Bewerbungsunter­lagen. Die Unterlagen sind deine erste Arbeitsprobe, insofern gehört hier zum positiven Selbstmarketing an erster Stelle, dass die Dokumente keine Fehler beinhalten. Grammatik und Rechtschreibung müssen perfekt sein. Die Basis des Erfolgs bei den Unterlagen ist eine klare Strukturierung und Gliederung aller ­relevanter Daten und Informationen, vor allem im Lebenslauf. Personalreferenten lesen diesen oft zuerst, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. Du solltest es daher deinem Leser so leicht wie möglich ­machen, durch deine Unterlagen zu navigieren ­bzw. sich darin zurechtzufinden. Dabei kann ein Inhalts­verzeichnis für Zeugnisse und Weiter­bildungsnachweise sehr nützlich sein. Ein professionelles Foto, auf dem du positiv und sympathisch wirkst, ist ein sehr wichtiges Gestaltungselement, mit dem du dich von der Masse der Bewerber ab­heben kannst. Zusammen mit einem Deckblatt, auf dem Position und Unternehmen genannt werden, kannst du zeigen, dass du keine „Massenbewerbungen“ verschickt hast, sondern dir die Mühe gemacht hast, eine individuelle ­Bewerbung zu gestalten.
Eine wichtige Technik im positiven Selbstmarketing ist die Einbindung von Erfolgsgeschichten, mit denen du als Bewerber zeigen kannst, welchen Mehrwert du deinem potentiellen neuen Arbeitgeber bietest. Erfolgsgeschichten wirken überzeugend, wenn sie objektive Zahlen, Daten und Fakten beinhalten und mit konkreten Ergebnissen verbunden sind. Auf diese Weise versteht der Adressat, welchen Mehrwert du konkret bietest. ­Zahlen, Daten und Fakten machen dich glaubwürdiger, da sie objektiv sind und das Ausmaß deines Erfolges unterstreichen.

 

Jedes Anschreiben sollte mindestens eine Erfolgsgeschichte beinhalten, die – das ist ebenfalls sehr wichtig – einen konkreten Bezug zur ausgeschriebenen Stelle bzw. dem Anforderungsprofil der Stelle hat. Im Lebenslauf kannst du jede berufliche Station mit einem zusätzlichen Punkt „Ergebnisse“ oder „Erfolge“ abrunden, der vom Rest des Textes abgesetzt ist und somit positiv heraussticht.

 

Eine weitere Technik des positiven Selbstmarketings besteht in der Einbindung von Schlüsselwörtern und Fachbegriffen. Diese kannst du z.B. im Lebenslauf fett markieren, so dass sie dem Leser sofort auffallen. Sie unterstreichen deine Expertise für ein bestimmtes Thema oder Fachgebiet. Gerade im Vorstellungs­gespräch ist diese Technik bei fachlichen Fragen sehr ziel­führend, denn so bewegst du dich auf der gleichen sprach­lichen Ebene mit deinem Gegenüber und zeigst, dass du im Fachgebiet zu Hause bist. Du solltest es dabei aber nicht übertreiben.

 

Grundsätzlich solltest du die Informationen, die du in deinen Unterlagen und später im Vor­stellungsgespräch darstellst, bewusst nach der Relevanz für die Stelle auswählen. Alles, was du über dich kommunizierst, sollte einen klaren Bezug zu den Anforderungen der Stelle haben. Nur so kannst du deinem potentiellen ­Arbeitgeber zeigen, dass du sein Kandidatenprofil erfüllst. In der Karriereberatung nennt man dies „Matching“. Je höher das Matching – die Übereinstimmung zwischen Anforderungsprofil des Unternehmens und Kandidatenprofil – desto höher deine Chancen, im Bewerbungsprozess erfolgreich zu sein.

 

Somit besteht die Grundlage für deinen überzeugenden Auftritt auch darin, ein klares Profil zu zeigen. Ähnlich wie in der Werbung, solltest du dir einige wenige Kernbotschaften überlegen, die sich auf die Kompetenzen und Fähigkeiten beziehen, die dich auszeichnen. Mit diesen Kernbotschaften kannst du klar kommunizieren, wofür du stehst und welchen Mehrwert das ­Unternehmen von dir zu erwarten hat. Die Kombination aus verschiedenen Fähigkeiten wird immer individuell und einzigartig sein, so dass du dich mit einem klaren Profil auch immer von ­anderen Kandidaten abheben wirst. Eine sehr hilfreiche Übung bei der Profilbildung ist es, deine Stärken zu reflektieren und dir konstruktives Feedback zu deiner Persönlichkeit, auch von Kollegen oder Freunden, einzuholen.

 

Um im Bewerbungsprozess erfolgreich zu sein, ist es sehr wichtig – wie wir schon mit den Erfolgsgeschichten gesehen ­haben – positiv zu denken und zu wirken. Im Vorstellungs­gespräch hilft es dir sehr, offen und freundlich mit deinen Gesprächspartnern umzugehen, um eine positive Grundstimmung im Gespräch herzustellen und deine Gesprächspartner für dich zu öffnen. Auch Freundlichkeit und Etikette können Waffen sein, natürlich nur, wenn du es ehrlich meinst. Du solltest deinen ­Gesprächspartnern zugewandt sein und immer konzentriert zuhören. Zu einer überzeugenden Selbstdarstellung gehört auch, dass du dich natürlich und authentisch, also als die Person zeigst, die du bist, und dabei deine positiven Seiten betonst. Deine Kernbotschaften mehrmals zu wiederholen und mit positiven Beispielen und Geschichten zu belegen, hilft dir, dass ­deine Interviewer verstehen, wofür du als Kandidat stehst und welchen Mehrwert du dem Unternehmen bieten kannst.

 

Wenn du diese Techniken befolgst, erhöhst du deine Chancen erheblich, im Bewerbungsprozess erfolgreich zu sein! ­

 

Viel Erfolg!

Bewerbung & Co

Was ist eine zeitgemäße Bewerbung? Was muss ich bei einer E-Mail Bewerbung beachten? Welche Fragen sind erlaubt beim Vorstellungsgespräch? Was ist ein Assessment Center? Fragen wie diese werden von unseren Gastredakteuren in dieser Rubrik beantwortet.


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