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Ute Blindert

LinkedIn – so erstellst du ein gutes Profil

Wenn du dir die Frage stellst, welches Online-Business-Netzwerk das richtige für dich ist, lässt sich diese Frage mit einem klaren „Es kommt darauf an!“ beantworten. In Deutschland bist du grundsätzlich mit einem Xing-Profil gut bedient. Wenn es dich allerdings in die Welt internationaler Unternehmen und Konzerne zieht, solltest du dir unbedingt ein LinkedIn-Profil zulegen.

 

Die Basics des LinkedIn-Profils erschließen sich von selbst, sobald man sich angemeldet hat und beginnt, das Profilformular auszufüllen. Solange du dein Profil auf „unsichtbar“ gestellt hast, kannst du ja auch einfach mal ausprobieren. Diese drei Punkte sind allerdings bei deinem Profil besonders wichtig:

 

  • Eine griffige Headline in 120 Zeichen zu formulieren, zu der auch deine Branche gehört. Das muss gar nichts besonders kompliziertes sein, eher in Richtung: „Master-Studium Bauingenieurwesen, Schwerpunkt: Bauen im Bestand“ oder „Bachelor-Student Erneuerbare Energien, RWTH Aachen, Praxiskenntnisse Ernergierückgewinnung Wärmetauscher“.
  • Ein professionelles Foto (1) verwenden. Achte bei der Auswahl deines Fotos auf deine Adressaten. Als Ingenieur kannst du dich anders präsen­tieren, als als Wirtschaftsprüferin. Der Trick ist außerdem, bereits mit dem Bild zu zeigen, wo du in zwei Jahren stehen möchtest!
  • Eine URL mit deinem Namen zu generieren, wie „linkedin.com/in/uteblindert“. Diese kannst du ganz einfach über den kleinen Bleistift links unter deinem Profilbild erstellen. Die Umstellung auf die eigene URL ist absolut empfehlenswert, auch zur Suchmaschinenoptimierung.

Dein LinkedIn-Profil – diese weiteren 5 Punkte sind essenziell

  1. Schreibe eine gute Zusammenfassung (Summary): In der Zusammenfassung kannst du dich mit 2.000 Zeichen so präsentieren, wie du das möchtest. Nimm dabei den Besucher deines Profils an die Hand und verlinke auch Texte, Videos und baue Bilder etc. ein.
  2. Berufserfahrung und Ausbildungsweg: Fülle diese Punkte so ausführlich wie möglich aus, im Grunde so, als würdest du einen Lebenslauf formulieren. Das besondere daran: Hier kannst du Arbeitsproben, Links, Videos, Bilder einfügen, die als Referenzen dienen. Du kannst zum Beispiel Fotos von realisierten Projekten oder Facharbeiten einfügen. Achte nur darauf, dass du diese wirklich veröffentlichen darfst und du die notwendigen Rechte zur Veröffentlichung besitzt. Zusätzlich dazu kannst du dir auch  Referenzen geben lassen. Bitte also Kollegen und Vorgesetzte, deine Kenntnisse zu bestätigen. Im Gegenzug solltest du natürlich auch deren Kenntnisse mit einem Haken versehen.
  3. Projekte zeigen: Unter diesem Punkt kannst realisierte Projekte zeigen. Hier kannst du auch andere LinkedIn-Mitglieder mit aufführen, so dass diese dir direkt wieder eine Referenz geben. Ein Beispiel: Du hast dich bei einer Studierendenorganisation engagiert? Dann ist hier genau der richtige Platz dafür: Erstelle zum Beispiel das Projekt „Hochschulkontaktmesse X, Jahr, mit 70 Unternehmen, Kooperationspartnern, Team mit 20 Studierenden“. Hier kannst du nun bei LinkedIn nach deinen Kommilitonen suchen und diese hier zum Projekt hinzufügen. Auch deine Kollegen können dieses Projekt auf Ihren LinkedIn-Profilen einstellen und dich als Referenz nennen.
  4. Profil in mehreren Sprachen erstellen: Das ist eine der besten Funktionen von LinkedIn – du kannst Profile in mehreren Sprachen erstellen: Einfach über den Button „Profil anzeigen“ gehen und dort „Profil in anderer Sprache erstellen“ auswählen. Schließlich kannst du noch festlegen, welches Profil dein Hauptprofil sein soll. Wenn du also auf Jobsuche in den USA bist, stellst du einfach dein englisches Profil in den Vordergrund.
  5. Netzwerk erweitern:Wenn du dein Profil angelegt hast, kannst du dich mit anderen Mitgliedern vernetzen. Das solltest du auch regelmäßig machen, denn LinkedIn belohnt es, wenn du aktiv im Netzwerk agierst. Dafür suchst du einfach aktiv nach weiteren Kommilitonen aus deinem Studium, nach Kollegen aus deinem Werkstudentenjob oder den Kontakten aus dem Praktikum. So wächst dein Netzwerk im Laufe deines Studiums und du kannst schon mit einem guten Fundament in den Job starten.

 

Meine Tipps in Kürze:

  • Achte auf Vollständigkeit: Bevor du dein Profil freischaltest und dich darüber vernetzt, fülle alle Angaben vollständig aus.
  • Achte auf professionelles Auftreten. Bei LinkedIn und auch bei Xing haben Urlaubsfotos oder ­witzige Berufsbezeichnungen nichts verloren.
  • Denke an deine Zielgruppe und Profilierung. Je nachdem, an wen du dich richtest, überrasche den Besucher statt ihn zu langweilen.


Buchtipps & Links

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Start: Bei karriereletter.de findest du eine Anleitung mit Screenshots (2), die dir bei den ersten Schritten hilft. 
  • Buch zu LinkedIn: Ein sehr gutes Buch, das auch bei vielen Fragen zu Xing weiter hilft, ist das schmale Bändchen „Karrierebeschleunigung mit LinkedIn“ von Michael Rajiv Shah.

 

1 www.karriereletter.de/5-tipps-fuer-ein-gutes-profilfoto-fuer-bewerbungen...

2 www.karriereletter.de/linkedin-tipps-fuer-die-profilerstellung/

Kommunikation

Kommunikationstrainer und Buchautor Rene Borbonus und weitere Gastredakteure geben wertvolle Tipps rund um das Thema Kommunikation.


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