Ein KI-Enthusiast

bei Daimler –

Patrick Klingler,

Innovation-Manager

 

Mit 14 Jahren hat er seinen ersten Computer zusammengebaut – zum Zocken, wie er sagt. Jahre später baut er bei Daimler weiter, dieses Mal Prototypen zu Künstlicher Intelligenz (kurz: KI), unter anderem den virtuellen Assistenten „Ask Mercedes“. Patrick Klingler, Innovation-Manager in der IT bei Daimler, erzählt, wie jemand, der eigentlich kein „Car Guy“ ist, von Daimler begeistert werden kann.

 


Hallo Patrick, du bist bei Daimler für IT Innovation Management zuständig. Was heißt das?

Ich arbeite daran,  neue KI-Technologie ins Unternehmen zu tragen und das Thema zu fördern. Das heißt, ich mache das Thema im Konzern bekannt und versuche, eine Kultur zu schaffen, die KI nach und nach als zentrales Instrument etabliert.   Hierfür habe ich eine interne KI-Community mit mittlerweile über 3.000 Mitgliedern gegründet, in der sich unsere Experten austauschen und vernetzen können. Zu meinen Tätigkeiten gehört auch, neue Trends im Bereich KI zu identifizieren und zu priorisieren. Dazu bin ich auf Fachmessen und Konferenzen unterwegs,  recherchiere und lese viele Blogs oder wissenschaftliche Publikationen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Ich darf neue technologische Trends oder Methoden aber auch praktisch in Innovations-Projekten anwenden und testen. 

 

Du sagst von dir selbst, dass du eigentlich kein typischer „Car Guy“ bist. Wieso bist du trotzdem bei Daimler eingestiegen?

Als ich als Werkstudent in der Produktstrategie angefangen habe, hatte ich ehrlich gesagt noch keine richtige Vorstellung und Begeisterung für Daimler: Ich dachte, das ist ein traditioneller Konzern, der gutbezahlte Jobs bietet. Aber dann konnte ich die Modelloffensive neuer Fahrzeuge live miterleben. Ich konnte sehen, dass die Digitalisierung der Produkte eine wachsende Rolle einnahm und was es für einen Veränderungswillen für Mobilität bei Daimler gibt. Ich habe gemerkt: „Hier wird etwas angepackt.“ Mit dieser Begeisterung bin ich 2015 in ein internationales Talentprogramm bei Daimler eingetreten.

 

Im Talentprogramm hast du dich dann in Richtung des Themas KI spezialisiert?

Ich habe KI-Prototypen entwickelt und programmiert. Bei „Ask Mercedes“  hatte ich die große Chance, das Projekt dem Topmanagement vorzustellen. Und nun ist ein Produkt daraus geworden, das unsere Kunden nutzen. Für die, die es nicht kennen: Ask Mercedes ist ein virtueller Sprach-Assistent, der Fragen rund um das Fahrzeug und seine Funktionen beantwortet.

 

Würdest du einem KI-Begeisterten empfehlen, bei Daimler einzusteigen?

Auf jeden Fall! Als KI-Enthusiast bei ­Daimler hat man die Möglichkeit, an den unterschiedlichsten Projekten direkt mitzuwirken. Hierbei ist es egal, ob man mit KI eine Verbesserung der internen Prozesse anstrebt, oder mit KI in unseren Produkten und Services ein völlig neues Erlebnis für unsere Kunden schafft. Man hat  sofort Zugang zu einem breiten Netzwerk an KI-Experten und tolle Weiter­bildungsmöglichkeiten!