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Holger Ahrens

XING, LinkedIn und Co. sind nicht nur was für alte Säcke!

 

Durch digitales Selbstmarketing frühzeitig die Karriere voranbringen



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gerade als Student und Young Professional hat man oft mehr im Sinn, als seine Zeit mit Networking und Pflege von digitalen Profilen zu verbringen. Doch frühzeitige Präsenz und Vernetzung in den nationalen und internationalen Bu­siness-Portalen zahlen sich oft schon kurzfristig bei ersten Bewerbungen oder der Suche nach guten Praktikumsplätzen aus.

 

Nicht nur Lebenslauf online – Plattformen für Austausch nutzen

Dabei sind Profile in den Business-Portalen XING, LinkedIn und Co. nicht nur Ablageorte für den oft noch kurzen Lebenslauf. Natürlich sollen keine Unwahrheiten eingestellt werden, unlieb­same Stationen kann man aber durchaus gezielt unterbetonen oder auch einmal rauslassen – und andere Aspekte etwas prominenter sichtbar machen, wenn sie für den Traumjob wichtig sind. Im Gespräch muss man dann aber auch kritische Nachfragen jederzeit beantworten können; böswilliges Schummeln lohnt ­also nicht.

 

Nicht online präsent? HRler werden misstrauisch.Damit Leben in die Profile kommt, sollte man neue Errungenschaften zeitnah einstellen und auch sonst öfter Aktivität zeigen. Je nach gewünschter Offenheit kann man so im Netzwerk sichtbarer werden und bestehenden Kontakten zeigen, dass sich etwas tut. Das wirkt positiv auf mögliche Arbeitgeber und man bleibt bei Multiplikatoren im Gedächtnis.

 

Dabei ist noch kein Meister vom Himmel gefallen; mit der Zeit findet man sein Maß für Offenheit und Aktivität und entwickelt individuelle Networking-Kompetenz.

 

Prioritäten setzen – die Mischung aus XING und LinkedIn macht’s

Gerade zu Beginn der (Online-)Karriere ist es schwer zu sagen, wo die Reise einmal hinführen soll. Fach- und Führungskräfte setzen für gewöhnlich Prio­ritäten in XING oder LinkedIn – je nachdem, ob sie eher national in Deutschland, Österreich und der Schweiz oder international arbeiten und netzwerken wollen. Als Student und Young Professional kann man vielleicht schon Tendenzen ausmachen, Präsenz in beiden Portalen zumindest mit einem Basis-Profil schadet aber grundsätzlich nicht.

Beziehungen schaden dem, der sie nicht hat.

Auf den beiden stärksten Business-Plattformen vertreten zu sein bietet die Chance, später seinen Fokus auf eine zu legen, aber niemanden zu verprellen oder gar Karriere-Chancen zu verpassen. Rund um Job-Angebote sind die beiden Anbieter mit unterschiedlich globaler Ausrichtung etwa gleichwertig; rund um Events und deutschsprachige Gruppen spielt XING seine Stärken aus und wird auch in den nächsten Jahren sicher nicht verschwinden.

 

Nichts ist perfekt – und muss es auch nicht sein

Ob Fachkräftemangel oder nicht – hier streiten sich die Geister, ob es den wirklich gibt: Personalabteilungen suchen und recherchieren auch online. Spätes­tens in der zweiten Bewerbungsrunde wird geschaut, was Kandidaten im Digitalen darstellen und welche Kompetenzen sie ins Unternehmen einbringen können. Viele Headhunter konzentrieren sich inzwischen ausschließlich auf die Online-Suche in den Business-Portalen mittels spezieller Recherche-Accounts der Anbieter XING und LinkedIn.

Aus Kontakten Beziehungen entwickeln!

 

Um einen positiven Eindruck zu erwecken, zählt nicht ausschließlich das Profil mit den eingestellten Kompetenzen und Jobstationen, sondern auch das Umfeld des Kandidaten ist wichtig: Wie aktiv ist er, welche Inhalte stellt er ein, mit wem ist er vernetzt, …?

 

Auch kann man den einen oder anderen Schnitzer im Profil zugunsten der Aktualität verkraften: In Zeiten von Agilität und dynamischen Geschäftsmodellen ist es besser, überhaupt sichtbar zu sein, als wochenlang für ein perfektes Profil in den Startlöchern zu verharren und Möglichkeiten der Vernetzung an sich vorbeiziehen zu lassen.

 

Was Personaler aus ­einem Profil herauslesen

 

- Sympathie
- Erster Eindruck
- Sozialkompetenz
- Fachkompetenz
- Methodenkompetenz
- Digitalkompetenz
- Aktivität
- Vernetzungsfähigkeit
- Soziales Engagement
- Ausbildung
- Offenheit
- ...

Bitte mehr als hübsch – Ein professionelles Profilbild kommt an

Um die Chancen für einen guten ers­ten Eindruck bei Besuchern und damit potentiellen Netzwerkpartnern und zukünftigen Kollegen zu erhöhen, ist ein ­gutes Profilbild unabdinglich. In Zeiten digitaler Fotografie sollte die Qualität (Auflösung, Schärfe, Beschnitt) niemanden vor allzu große Herausforderungen stellen. Um so wichtiger ist es, seine Kompetenzen durch eine positive Ausstrahlung zu unterstreichen.


Ohne gleich mehrere hundert Euro für ein Fotoshooting auszugeben, kann man bereits für 50 Euro neben Bewerbungs­fotos auch Bildmaterial für seine digitalen Profile beim Fotografen seiner Wahl erhalten.

 

Teilweise erstaunlich brauchbare Fotos kann man auf den in Deutschland inzwischen weit verbreiteten Jobmessen machen. Bei vielen gibt es neben dem obligatorischen Stand für den Bewerbungsmappen-Check auch ein mobiles Fotostudio.

 

Vernetzung frühzeitig und strategisch – aber nicht mit jedem

Mit der richtigen Vernetzungsstrategie in einer Geschwindigkeit, die zu einem passt, schafft man frühzeitig die Basis für ein starkes Netzwerk für Job und Karriere. Anlässe wie Messen, Bewerbungs­gespräche, Events und vieles mehr kann man gut nutzen, um sich im Nachgang bei XING, LinkedIn und Co. zu vernetzen. So bleibt man in Kontakt und auf dem Laufenden – auch wenn im ersten Schritt nichts Konkretes aus einem kurzen Zusammentreffen wird.

 

Oft profitiert man von Kontakten erst mittel- bis langfristig und entwickelt diese Schritt für Schritt zu belastbaren Beziehungen, die in der Zukunft wertvoll und wirksam sind. Also rein ins Getümmel! Nicht um jeden Preis, in der richtigen Geschwindigkeit, schafft man so die Basis für eine stete Karriere-Entwicklung durch digitales Selbstmarketing.

Kommunikation

Kommunikationstrainer und Buchautor Rene Borbonus und weitere Gastredakteure geben wertvolle Tipps rund um das Thema Kommunikation.


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