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Die Generation Y -
Die sanfte Revolution?

 

Ja was ist denn da los? Allerorts im Arbeitsumfeld werden bisher unerhörte Forderungen laut – nach sinnvoller Arbeit, weniger Stress, mehr Freizeit. Eine neue Generation macht sich daran, die Welt zu verändern. Die zwischen 1980 und 1990 Geborenen befinden sich im Studium, drängen auf den Arbeitsmarkt oder sind dabei, Beruf und Familie zu vereinbaren. Und das machen sie anders als die Generationen vor ihnen. Vom Englisch ausgesprochenen Y = Why ausgehend, stellen die „Millennials“ das bisher Bestehende in Frage mit einem schlichten „Warum?“. Arbeiten bis spät abends, am Wochenende für die Firma zur Verfügung stehen, Familie, Freunde und Hobbys in ein paar Stunden Freizeit neben dem dominanten Beruf quetschen – das muss doch nicht sein!

 

Die Ypsiloner sind aber nicht faul und wollen am liebsten den ganzen Tag chillen, wie man ihnen zuweilen unterstellt, sie setzen einfach andere Prioritäten. Warum ist nicht schon früher jemand darauf  gekommen? Der Mensch ist schließlich auf der Welt, um zu leben und nicht nur um zu arbeiten. Auch wenn das eine notwendige und sinnvolle Sache ist, die nun immer mehr seitens der nachkommenden Angestellten auch noch der Selbstverwirklichung dienen soll. Zudem wäre Sinnhaftigkeit gut und ein bisschen die Welt retten sollte auch drin sein. Das klingt für viele Arbeitgeber und Personaler weltfremd und utopisch – aber so wurde auch das Wahlrecht für Frauen Jahrhunderte lang angesehen. In Zeiten von Burn-Out, Depressionen und Krisen an allen Ecken und Enden wäre es genau so weltfremd, alles beim Alten zu belassen. 

 

Natürlich weht nun nicht überall der Geist von Sturm und Drang, sind nicht alle Menschen dieser Generation und zu jeder Zeit am Umgestalten der Gesellschaft beteiligt. Ambivalenzen sind auch hier zu sehen: Den jungen Menschen stehen heute so viele Möglichkeiten offen, wie nie zuvor: Ausbildung, Studieren, Auslandssemester, sich selbstständig machen, auswandern – fast alles ist machbar und genau das verunsichert die Heranwachsenden. Was ist die „richtige“ Entscheidung, was will ich, was kann ich, sollte ich tun – geistige Platzangst ob all der Möglichkeiten macht sich breit. Im Dezember 2012 sprach die FAZ gar von der „Generation Weichei“: empfindsam und sensibel, Burn-Out im Studium, Schlafprobleme und Prüfungsängste sind heute schon unter Schülern und Studenten verbreitet. Dem Lebenslaufdruck der Gesellschaft und vieler Arbeitgeber nach Hochqualifikationen sind auch sie nicht immer gewachsen und benötigen einen Rückzugsort, um zu sich zu kommen und es wieder mit der Welt aufnehmen zu können.

 

Schon länger ist ein Trend zu mehr Häuslichkeit, Familie, festen Beziehungen und Werten in unserer Gesellschaft zu beobachten. Eine Auswirkung der Orientierungslosigkeit, denn Beständigkeit, Sicherheit und einen Hafen im zuweilen wilden Sturm des Lebens benötigen auch die Vertreter der Generation Y. Besonders für Frauen bleibt aber finanzielle Unabhängigkeit wichtig, wobei bei beiden Geschlechtern finanzielle Sicherheit häufig nicht mehr an erster Stelle steht und auch Führungsverantwortung ist nicht mehr so begehrt wie noch in der Generation davor. Einen höheren Stellenwert haben abwechslungsreiche und herausfordernde Aufgaben, an denen man persönlich und fachlich wachsen kann. Vielleicht sind nicht alle Bestrebungen der Generation Y umsetzbar, aber man kann sich von ihren Idealen inspirieren lassen – große Veränderungen fangen schließlich oft im Kleinen an.

Anna Petrig, Deutsche Bildung

 

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www.deutsche-bildung.de

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