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Henryk Lüderitz

Raus aus dem Standard! 

Durch Social Media zum Traumjob

Das Studium neigt sich dem Ende zu und ihr wisst: Bald wird es unbequem. Denn bislang noch im ruhigen Schoß eurer Universität oder Fachhochschule heißt es nach dem Abschluss: Komfortzone verlassen und sich in die Welt hinter den schützenden Mauern der Akademiker-Domizile wagen. Und dort wartet sie auf euch: die Geschäftswelt, die Welt der Unternehmen, die Welt der abertausend Berufe und – die Welt der direkten Konkurrenz, der harten Konkurrenz. Ihr wisst, wie schwer der Kampf um den Traumjob werden kann, denn sie saßen mit euch im Hörsaal: die Anderen.

 

Es sind eure Kommilitonen und eure Mitabsolventen. Früher Leidensgenossen, heute Mitstreiter in der Welt des hart umkämpften Arbeitsmarktes. Wer den Kampf für sich entscheiden will, muss anders sein und muss vor allem eines: Die Welt kennen, in der wir leben. Wie tickt das „Heute“?

 

Digitalisierung verlangt neue Methoden

Ganz einfach: Es tickt schnell. Denn wir leben im Zeitalter der Digitalisierung. Wer hier nicht untergehen will, muss wissen, „wie der Hase läuft“. Der Bachelor- oder Masterabschluss ist nicht länger die „Nonplusultra“- Eintrittskarte in die Unternehmen, denn die wollen viel mehr. Eine Studie der Deutschen Industrie- und Handelskammer aus dem Jahr 2015 zeigt die 5 wichtigsten Kompetenzen, die Unternehmen von ihren Bewerbern erwarten: Teamfähigkeit, selbstständiges Arbeiten/ Selbstmanagement, Analyse- und Entscheidungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit und nicht zuletzt eine hohe Einsatzbereitschaft. Ihr bringt all’ das mit, ihr seit das komplette Paket? Glückwunsch! Aber was bringt euch das ganze, wenn es niemand weiß?

 

Lasst euch finden!

Wer als Absolvent/ Bewerber heute sein Ziel erreichen will, muss die Strategien von damals umwälzen. Gemeint ist damit: Hört auf zu suchen! Sorgt viel lieber dafür, dass man euch findet. Denn klar ist: Neben Jobportalen, Messen und dem Mitarbeiternetzwerk suchen Unternehmen ihre zukünftigen Leistungsträger mittlerweile auch ganz aktiv im Netz. „Active Sourcing“ ist ein Zukunftstrend bei Recruitern und lässt diese das WorldWideWeb nach den perfekten Nachwuchskräften durchsuchen. Und bei dieser aktiven Suche schauen Sie wirklich überall hin; Youtube, Facebook, usw.

 

Ein Nachteil für euch? Ganz im Gegenteil. Denn während ihr auf Messen und Jobportalen bei den interessanten Unternehmen anklopfen müsst, könnt ihr im Web den Spieß umdrehen und Unternehmen bei euch anklopfen lassen. Und das ist einfacher, als man denkt, wenn man die richtige Methode anwendet. Ihr wisst, dass euer Abschluss allein nicht reicht und wisst nun auch, welche Kompetenzen noch von euch erwartet werden. Das war Schritt eins. Der nächste Schritt ist simpel: Macht auf eure Ideen und Kompetenzen aufmerksam, indem ihr die Mittel nutzt, die euch gerade dieses neue Zeitalter zur Verfügung stellt. Zeigt, dass ihr diejenigen seid, die ein Unternehmen unbedingt noch braucht. Ford-Gründer Henry Ford sagte einst: „Erfolg besteht darin, dass man immer genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“

 

Raus aus dem Standard!

Sorgt also selbst für euren Erfolg, indem ihr präsent seit. Raus aus dem Standard! Die Bewerbung auf dem Papier reicht nicht mehr aus für die modernen Ansprüche. Es muss deutlich mehr her. Schafft euch euer eigenes optimales Online Profil, indem ihr der Öffentlichkeit präsentiert, dass ihr nicht nur die Hard-, sondern besonders auch die gefragten Softskills besitzt, die verlangt werden. Die Strategie dafür ist einfach beschrieben: (Relevanter) Content ist King!

 

Schöpft dafür die Möglichkeiten aus, die euch zur Verfügung stehen. Es startet schon bei eurem privaten Profil bei Facebook. Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass Facebook eines der beliebtesten Hilfsmittel von Personalern ist. Entweder, um einen echten „Schatz“ zu finden oder auch, um die schlechten Geheimnisse auszugraben. Checkt euer Profil und bringt es auf Vordermann. Bei euch soll man nicht das „Verbotene“ oder die gähnende Langeweile des Durchschnittsusers finden. Ihr wollt der Schatz sein. Verzichtet auf Ego-Posts oder Bilder vom letzten Vapiano-Dinner. Vermittelt Besuchern eures Profils lieber, dass ihr die Kompetenzen besitzt, nachdem die Recruiter aktuell suchen. Dafür könnt ihr z.B. Fachbeiträge schreiben, kommentieren, eine Meinung laut werden lassen, die eure Prinzipien darstellt.

 

Neben Facebook gibt es aber noch viele andere Möglichkeiten. Macht euch ein Profil bei xing, LinkedIn, Twitter oder YouTube, abonniert dort relevante News-Channels und setzt gezielt kluge und gleichzeitig dezente Kommentare ab. Wer das Maximum herausholen möchte, startet einen Blog, der zu seinen eigenen Kompetenzen passt und optimiert seine Inhalte auf SEO-Keywords, die zum gewünschten Traumjob passen.

 

Praxisbeispiel für den Erfolg

Klingt alles schön und gut, klappt aber bestimmt nicht? Falsch! Im Social Media gibt es mittlerweile tausende kleiner Erfolgsstories. Schaut euch z.B. die zahlreichen Youtube-Tutorials zum Thema Mode, Beauty oder Trendfrisuren an. In den Reihen von L´Oreal Junior-Produktmanagern finden sich zahlreiche junge Talente, die über solche Youtube-Kanäle entdeckt wurden. Recrutier von Nestlé lesen die relevanten Food-Blogs und scannen diese nach aussichtsreichen Talenten für den Konzern. Wonach sie dabei suchen, wisst ihr jetzt. Vergesst eure tollen Abschlüsse, zeigt im Netz, was ihr wirklich drauf habt, „beweist“ eure Softskills mit authentischen Beispielen und zeigt, mit welcher Leidenschaft ihr für euer Fachgebiet brennt! Habt Mut und zeigt euch!

Bewerbung & Co

Was ist eine zeitgemäße Bewerbung? Was muss ich bei einer E-Mail Bewerbung beachten? Welche Fragen sind erlaubt beim Vorstellungsgespräch? Was ist ein Assessment Center? Fragen wie diese werden von unseren Gastredakteuren in dieser Rubrik beantwortet.


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