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Bachelor oder Master?

– Eine Umfrage

 

Hört man sich bei Personalverantwortlichen verschiedener Unternehmen zu diesem Thema um, erhält man erstaunlich unterschiedliche Antworten. Die ­einen sagen, dass sie den Bachelor als berufsqualifizierenden Abschluss akzeptieren, andere geben zu, noch nie einen Bachelor ein­gestellt zu haben. Wir haben für Sie exemplarische Meinungsbilder verschiedener Unternehmen zusammengestellt. Bitte beachten Sie, dass diese Meinungsbilder nicht verallgemeinert werden sollten, sondern vielmehr zeigen sollen, wie vielfältig die Einschätzungen in diesem Feld sind.

 

Maschinenbau-Unternehmen (> 20.000 Mitarbeiter)

Dieses Unternehmen stellt Bachelorabsolventen ein. Es gibt sowohl Trainee-Stellen, als auch Direkteinstiegsmöglichkeiten. Man kann sich dort auch im Job weiterqualifizieren. Zudem nutzen einige Mitarbeiter die Möglichkeit, den Master neben dem Beruf zu absolvieren.

 

Mögliche Berufsbilder für Bachelor sind hier: Nachwuchs-Software-Ingenieur (mit Entwicklungsmöglichkeit) oder Versuchsingenieur. Sehr spezialisierte Be­reiche, die ein vertieftes Expertenwissen voraussetzen, stehen hier nur Masterabsolventen, promovierten Naturwissenschaftlern oder Ingenieuren offen.

 

Mittelständisches Biotechunternehmen

Der Bachelorabschluss wird hier gleichwertig zu einer Berufsausbildung zum technischen Assistenten eingestuft. Wenn man in diesem Unternehmen eine höhere Position anstrebt, ist ein Master unabdingbar. Einige Personalverantwortliche können mit einem Bachelorabschluss noch zu wenig anfangen. Bei dieser Firma arbeitet bisher kein einziger Bachelor.

 

Industriedienstleistungsunternehmen (> 3.000 Mitarbeiter)

Ingenieure werden sowohl als Bachelor- als auch als Masterabsolvent eingestellt, es kommt auf den konkreten Job an. Es gibt sehr viele Stellen für Bachelorabsolventen in allen Unternehmensbe­reichen. Der Bachelor ist in diesem Unternehmen ein akzeptierter und geschätzter Abschluss.

 

Internationaler Healthcare-Konzern

Wichtiger als der Abschluss sind für dieses Unternehmen die praktischen Erfahrungen, die der Bewerber vorweisen kann.

 

Es sei aber trotzdem zu raten, den Master zu machen, da beim Bachelor die Zeit für das Studium zu kurz sei und man ­wenig Gelegenheit habe, praktische Erfahrungen zu sammeln. Hinzu komme, dass der Bachelor anders als das Masterstudium kaum Gelegenheit biete, sich zu spezialisieren. Dadurch könne man sich jedoch von Mitbewerbern differenzieren.

 

Gut sei es auch, nach einem naturwissenschaftlichen Bachelor einen managementbezogenen Master zu machen. Durch die zusätzlichen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, werde man sehr interessant für die Unternehmen, da man sich in vielen Unternehmensbereichen einbringen könne.

 

Die vielfältigen Meinungen zeigen, dass eine Entscheidung, ob man einen Master machen sollte oder nicht, sehr abhängig von der Berufswahl, dem Unternehmen sowie der Branche ist. Daher sollte man sich gut überlegen, was dem eigenen Inter­esse entspricht und welcher Karriereweg am besten zu einem passt.

Wissenswertes

In dieser Rubrik verstecken sich lauter WISSENSWERTE Themen bunt gemixt - Hier ist für jeden was Interessantes dabei!


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