Karriere?

Zwillingskarriere!

 

Seinen 19. Geburtstag feierte der Triathlet Dominik Wawrik im Trainingslager, seinen 21. Geburtstag als Workshop-Teilnehmer bei der Daimler AG. Sein Alltag besteht aus Training und Wettkämpfen, aber auch aus Lernen und Praktika. Die Ruhr-Universität Bochum bietet ihm während seines Maschinenbaustudiums das passende Umfeld für seinen Sport, Daimler bietet ihm Praktikumsplätze, Workshops, Einblicke in die Wirtschaft – und trotzdem Zeit für das wichtige Training. Die  „Zwillingskarriere“, bei der er Leistungssport und Studium unter einen Hut bekommt.

 

Der Maschinenbaustudent ist aktuell im 4. Semester. Bislang hat er trotz straffem Triathlon-Trainingsplan sein Studienpensum in der Regelstudienzeit geschafft. Später möchte er Fahrzeugantriebstechnik vertiefen. Doch er hat noch ein anderes großes Ziel: Olympia 2020. Um den Spagat zwischen Leistungstraining  und Bildungsweg zu bewältigen, hat er sich für die sogenannte Zwillingskarriere, eine Initiative der Sportstiftung NRW, entschieden. Diese vermittelte ihm den Kontakt zu Daimler. So wird der Sportnachwuchselite eine optimale Karriereentwicklung ermöglicht - sowohl in sportlicher als auch beruflicher Hinsicht.

 

Gemeinsam mit seiner Trainerin Grit Weinert und Martin Maas, seinem „Sparringspartner“ bei Daimler, plant der Triathlet seine Sport- und Praktikumseinheiten im Wechsel, alles ist individuell auf ihn zugeschnitten. Während seines 6-wöchigen Grundpraktikums im Mercedes-Benz Werk Untertürkheim erlernte er beispielsweise die von der Universität geforderten Grundfertigkeiten an der Drehmaschine und der Fräse. Daneben stand intensives Schwimmtraining auf dem Programm. Sein Fachpraktikum wird er in Düsseldorf absolvieren, im größten Transporterwerk der Daimler AG. „Es ist toll, von Daimler die Unterstützung zu bekommen, meine Praktika so zu legen, dass ich sie gut mit dem Training vereinbaren kann“, so Dominik Wawrik. „Dann kann ich mich zu hundert Prozent auf das konzentrieren, was gerade ansteht. Ich will nichts halbherzig machen, sondern mich neben dem Sport auch auf meine Ausbildung und die anstehenden Vertiefungsfächer konzentrieren.“ Deshalb steht er regelmäßig mit Daimler in Kontakt. Auch, wenn das Training und das Studieren mal wieder anstrengend und zeitintensiv sind. Die Nähe zum Unternehmen ist ihm wichtig: „Durch einen Einsatz am Stand von Daimler bei einer Recruiting-Messe oder durch die Teilnahme an einem Workshop für Studierende im Rahmen des Daimler Knowledge College konnte ich wertvolle Einblicke gewinnen und neue Kontakte knüpfen. Außerdem haben die wohl bekannteste Automobilmarke von Daimler, nämlich Mercedes-Benz, und ich den gleichen Anspruch: Das Beste oder nichts!“

 

Der Viertplatzierte bei der U23 Deutschen Meisterschaft 2012 ist sich sicher: „Spitzensportler sind gute Mitarbeiter – sie sind belastbar, können sehr fokussiert und effektiv arbeiten, sind diszipliniert und sehr zielorientiert. All das hilft im Job!“ Peter Berg ergänzt: „Genau auf solche Werte wie Leistungsbereitschaft, Durchhaltevermögen aber auch Teamgeist und Fairness legen wir großen Wert. Gleichzeitig profitiert auch der Sportler. Wir ermöglichen ihm, seine akademische Berufsausbildung voranzutreiben, ohne den Leistungssport dafür aufgeben zu müssen. Damit eröffnen sich Chancen: sowohl für eine sportliche als auch berufliche Zukunft.“

 

Schon eine normale Trainingsphase zeigt, wie organisiert Dominik Wawrik sein muss. Denn neben Vorlesungen, Lernen oder Praktikum stehen wöchentlich noch 20 Kilometer Schwimmen, 50 Kilometer Laufen und um die 130 Kilometer Radfahren auf dem Programm. Im Sommer darf’s auch mal ein bisschen mehr sein. In Ruhewochen kann er sich dann verstärkt seinem Studium widmen – und natürlich auch mal länger schlafen. „Die nötige Kraft und Energie für meinen Trainingsalltag schöpfe ich aus der Zeit, die ich mit meinen Freunden verbringe – und natürlich gutem Essen“, erklärt er. „Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit der Situation und gehe abends mit einem Lächeln ins Bett. Es ist schön, etwas bewegt zu haben“. Dem kann Peter Berg nur zustimmen. „Ich bin überzeugt davon, dass jedes Engagement außerhalb der Hochschule den Erfahrungsschatz eines Studierenden bereichert und sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirkt. Der Spitzensport ist hierbei sicher ein besonderes Beispiel, aber auch bei Ehrenämtern oder Vereinstätigkeiten zeigt sich: Man übernimmt Verantwortung, lernt Team- und Kommunikationsfähigkeit und stellt– je nach Engagement - zum Beispiel sein Organisationstalent unter Beweis. Darüber hinaus bringt das Engagement Erfolgserlebnisse mit sich, die wiederum das Selbstbewusstsein stärken.“

 

All diese Fähigkeiten spielen für den späteren Erfolg im Beruf eine entscheidende Rolle. Wer sich so engagiert, ist motiviert, begeisterungsfähig und offen für Neues. „Genau solche Mitarbeiter suchen wir. Denn es ist uns wichtig, dass sich unsere Mitarbeiter weiterentwickeln wollen, fachlich wie auch persönlich“, so Peter Berg. Vor diesem Hintergrund engagiert sich Daimler gerne für das Projekt „Zwillingskarriere“ und unterstützt Dominik Wawrik, der sich selbst als „diszipliniert, zielstrebig, aber auch mit einer gewissen Entspanntheit“ beschreibt. Für den Weg zu Olympia 2020 wünscht Peter Berg auf alle Fälle viel Erfolg: „Wir drücken Dominik Wawrik die Daumen, dass er an seine bisherigen Erfolge anknüpfen kann, er weiterhin vorne mit dabei ist und sein großes Ziel erreicht!“